Roller als Kinderfahrzeug für 3 bis 5 Jährige

Jahrzehntelang fand man den Kinderroller auf Spielplätzen oder in Kindergärten. Die alten Tretroller setzen noch heute bei vielen Eltern und Großeltern Bilder frei und rufen Erinnerungen wach – spaßvolle, abenteuerliche und flotte Erinnerungen an die Zeit nach dem Laufenlernen.

Kinder-Tretroller werden immer seltener. Zu Unrecht.

Doch spätestens seit Mitte der 90er Jahre scheint der Tretroller wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Immer häufiger sah man Kinder schon viel zu früh auf Fahrrädern mit Stützrädern sitzen. Das durchschnittliche Einstiegsalter für's Radfahren sank in den letzten 15 Jahren enorm. Fast 20% der noch zweijährigen Kinder haben im Jahr 2001 zum ersten Mal das Fahrrad benutzt. Viel zu früh, da sind sich alle Experten einig.

Auch wenn der Roller in den letzten Jahren mit dem Laufrad einen starken Konkurrenten bekommen hat, er zählt nach wie vor zu einem idealen Einsteigerfahrzeug für 3-5jährige, um die rollende Fortbewegung zu erlernen. Auch der Förderverein für Psychomotorik in Bonn meint, dass das Rollerfahren besonders gut Gleichgewicht, Geschicklichkeit und Ausdauer schult und hervorragend auf das Radfahren vorbereitet.

Im Gegensatz zum Laufrad ist der Einsatz des Rollers durchschnittlich ca. ein Jahr später, mit etwa 3 Jahren, anzusetzen. Die Bewegungsabläufe sind sehr viel komplexer, was den Roller auch zur gezielten Unterstützung von Gleichgewichtsübungen qualifiziert. Beim Roller fahren muß das Kind z.B. auf einem Bein stehen, dabei das Gleichgewicht halten und auch mit den Armen lenken. Dies erfordert eine große Bewegungskompetenz und kann von 2 Jährigen noch nicht erwartet werden.

Der Roller hat eine lange Nutzungsdauer und wird auch von schon fahrradfahrenden Kindern noch gern genutzt. Der Gleichgewichtssinn wird auf vielfältigen Ebenen angesprochen und bietet auch noch für ältere Kinder einige Herausforderungen.


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