Öko-Test KinderfahrräderDas darf doch nicht wahr sein: In der aktuellen Mai-Ausgabe von Öko-Test wurden Kinderspielfahrräder (12 – 18 Zoll) auf Herz und Nieren geprüft … und wieder wurden fast durchgängig eklatante Schwächen und niederschmetternde Testergebnisse festgestellt. Wir haben vorläufig zwei von uns angebotene -Modelle aus dem Shop genommen und drängen bei den Herstellern auf schlüssige Stellungnahmen, zügiges Handeln und vermeintliches Nachbessern.

Welche Kinderfahrräder wurden getestet?

Der Öko-Test-Verlag hat 9 unterschiedliche Spielfahrräder getestet, in den Größen 1 mal 12 Zoll, 7 mal 16 Zoll und 1 mal 18 Zoll. Nahezu alle bekannten waren bei der Untersuchung mit ihren Modellen bzw. Marken vertreten: , Hercules, ZEG (Pegasus), Specialized, Ferbedo, Giant, Otto (Mini Viper), Böttcher und Bico Plus (Falter). Veröffentlicht wurden die Testergebnisse jedoch nur für 8 Kinderfahrrad-Modelle, das Falter Kinderrad 16 Zoll wurde wegen eines schwebenden Gerichtsverfahrens -der prozessiert gegen Öko-Test wegen Uneinigkeit  über die Prüfmethoden- noch nicht detailliert besprochen und auch nicht abschließend bewertet.

Erschreckende Testergebnisse

Doch auch mit dieser Einschränkung ist die Tendenz eindeutig: Bis auf das 18 Zoll Modell von Puky, das Puky ZL 18 Alu (Note: sehr gut im Praxistest), wiesen die anderen Kinderräder z.T. gravierende Mängel und sicherheitsrelevante Schwächen in der Praxisprüfung auf. Kein anderes Kinderspielfahrrad kam über ein befriedigend hinaus, 3 Modelle wurden hier mit mangelhaft bewertet, 1 Fahrrad gar mit ungenügend.
Ähnlich besorgniserregend und alarmierend waren die Ergebnisse bei der Schadstoffprüfung von Öko-Test: Kein einziges Kinderfahrrad war frei von Weichmachern. In einer Mischprobe aus Lenkergriff, Sattel und Aufprallschutz (Verhältnis 2:1:1) wurden bei 8 der 9 Kinderräder Anteile von über 0,1% der Phthalat- DEHP oder DINP festgestellt. Da Spielfahrräder -anders z.B. als Kinderlaufräder- jedoch nicht als Spielzeug oder Babyartikel gelten, ist dieser Grenzwert gesetzlich nicht bindend. Phthalate wirken sich negativ auf das Hormonsystem aus und können Leber und Nieren schädigen.
Auch die Werte für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe () sind in allen Modellen stark erhöht und auch PVC/PVDC bzw. chlorierte Kunststoffe wurden in allen Kinderfahrrädern verbaut.

Fazit / Wie geht es weiter?

Auch wenn in den kommenden Tagen die Prüfmethodik seitens der Hersteller sicherlich scharf angegangen wird: Die Ergebnisse von Öko-Test sind und bleiben vernichtend. Aus unserer Sicht sollte sich jeder Kinderfahrrad-Hersteller ernsthaft fragen, ob der Verkauf seiner Spielfahrradserie moralisch überhaupt noch zu vertreten ist. Wenn die Sicherheit der Kinder nicht gewährleistet werden kann und beispielsweise schon das kurze Mitfahren eines Kumpels mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Bruch des Gepäckträgers führt, ist dieses nicht hinnehmbar. Der Verweis  von Herstellern, dass der Transport von solchen Gewichten eben nicht passieren darf, hilft nicht weiter und entbehrt jeder Bereitschaft sich mit verantwortungsvoller Praxis- und Alltagstauglichkeit seiner Kinderräder auseinander zu setzen. Hier muss -vor allem auch durch die Händler- eindringlich an die Hersteller apelliert werden und es müssen gegebenenfalls Kinderfahrräder aus dem Sortimentgenommen werden. Wir haben das gemacht: Bis auf weiteres wird es das 16 Zoll und auch das 18 Zoll von Böttcher nicht mehr bei uns geben. Wir erwarten eine Stellungnahme von Böttcher in den nächsten Tagen.

Auch zu den Ergebnissen der Schadstoffprüfung wollen wir uns von kinderfahrradladen.de noch einmal eindeutig positionieren: Vor dem Hintergrund, dass es zu all den toxischen bzw. hochkritischen Stoffen/Bestandteilen technische bzw. chemische Alternativen gibt, ist das Testergebnis  einmal mehr ein Armutszeugnis für die Hersteller. Es kann doch allen Ernstes nicht so schwierig sein, bei einem so vergleichsweise günstigen Bauteil, wie es ein nun mal ist, dafür Sorge zu tragen, dass keine gesundheitliche Gefährdung für die Kinder entsteht! Selbst wenn die Kosten für Produktion bzw. Hinzukauf sich verdoppeln würden (was zu bezweifeln wäre!), so kenne ich keinen Endverbraucher, der aus diesen Gründen nicht auch bereit wäre, 2,- EUR mehr für ein schadstofffreies Kinderfahrrad hinzulegen. Ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, sich mit dieser sauberen Variante am Markt und bei der hochsensiblen Zielgruppe der jungen Eltern zu präsentieren … (Wir würden das werbetechnisch voll unterstützen!)! Also, an alle Hersteller: Bitte noch einmal nachdenken, nachsitzen und Verantwortung zeigen.

Wie ist Eure Meinung?

Schreibt doch mal Eure Einschätzungen, Gefühle und Erfahrungen hier auf und kommentiert fleißig. Unsere gute Suchmaschinenplatzierung könnte sicherlich dazu beitragen, dass der Druck bei diesem Thema bei so manchem Hersteller deutlich wächst …!
Wir bleiben diesbezüglich am Ball und melden uns die Tage wieder mit hoffentlich erfreulicheren Meldungen und Reaktionen.

Liebe Grüße und sonnige Tage
Euer Team von kinderfahrrad_blog


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Öffentliche Fahrrad-AbstellplätzeWer häufig mit dem Fahrrad seine Einkäufe erledigt, kennt das: Wohin mit dem Rad, wenn keine ausgewiesenen Stellplätze vorhanden sind? Darf ich das Fahrrad am nächstgelegenen Laternenpfahl in der Fußgängerzone befestigen? Was machen Eltern, die wohlmöglich auch noch oder Fahrradanhänger sichern müssen? Wir können nun aufatmen, denn vor wenigen Tagen hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg uns den Rücken gestärkt, vorausgesetzt wir halten uns an ein paar Regeln …

Im verhandelten Fall hatte sich ein Fahrradbesitzer aus Göttingen dagegen gewehrt, dass die Stadt am Bahnhofsvorplatz das Schloss seines Fahrrades aufgebrochen und das Rad entfernt hatte. Auch die Rechnung von der Stadt, für die durch das Entfernen des Rades entstandenen Kosten, wollte der Betroffene verständlicherweise nicht begleichen.  Die Stadt hatte vor allem mit einer Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit argumentiert. Das OVG Lüneburg hat nun Klartext gesprochen.

Fahrrad-Parken auf Gehwegen und Plätzen (und damit auch in Fußgängerzonen!) ist grundsätzlich erlaubt.  Städte und Kommunen dürfen Fahrräder nicht einfach entfernen. Eine optische Belästigung ist kein ausreichender Grund, um abgestellte Fahrräder amtlich abtransportieren zu lassen. Damit wurde das Urteil des Verwaltungsgerichts Göttingen (1 A 274/05) aus dem April 2008 bestätigt.

Nehmen Sie sich den Platz, den Sie benötigen (ohne andere zu behindern)!

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club () begrüßt dieses Urteil: “Das Abstellen von Fahrrädern auf öffentlichen Flächen für den Fußgängerverkehr ist nach dem Straßenverkehrsrecht grundsätzlich erlaubt und stellt einen zulässigen Gemeingebrauch dar,” so -Rechtsreferent Roland Huhn.

Das Gericht stellte klar, dass nur ein behinderndes oder belästigendes Fahrradparken das Entfernen von Fahrrädern gerechtfertigt hätte. Huhn: “Das Straßenverkehrsrecht dient der Sicherheit und Ordnung des Verkehrs und nicht der Verschönerung des Stadtbilds.” Dass der Besitzer sein Rad zwischen zwei Bänken abgestellt und an der Armlehne einer Bank angeschlossen hatte, habe niemanden nachhaltig beeinträchtigt, führten die Richter aus (OVG Lüneburg, 11 LA 172/08).

Quelle: Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) Bundesverband e.V. / 11 LA 172/08 OVG Lüneburg – Beschluss vom 12.03.2009 / Vorinstanz 1 A 274/05 VG Göttingen – Urteil vom 01.04.2008 / am 20.03.2009
Foto: Göttingen Hbf, Quelle: Deutsche Bahn AG / Bilddatenbank


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ABUS Kinderhelm ChillyMit einer gewaltigen Sortimentserweiterung im Berreich der Kinderfahrradhelme geht der in die nächste Saison 2009. Doch schon jetzt sind viele der neuen -Modelle lieferbar. Neben dem hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandard überzeugt ABUS einmal mehr durch eine bunte Vielfalt an witzigen Motiven und schönen Designs, die nicht nur Kinder ansprechen. Eine Übersicht über die neuen Kinderhelme und deren Lieferfähigkeit möchten wir Euch nachfolgend geben. Alle Helme findet ihr selbstverständlich auch bei uns im kinderfahrradladen.

ABUS Kinderfahrradhelm New Smiley (Größen S + M), 5 verschiedene Motive – 3 sofort lieferbar / 2 im Dezember 2008
ABUS Kinderfahrradhelm Chilly (Größen S + M), 5 verschiedene Motive – 3 sofort lieferbar / 2 im Dezember 2008
ABUS Kinderfahrradhelm Super Chilly (Größen S + M), 8 verschiedene Motive – 4 sofort lieferbar / 4 im Dezember 2008
ABUS Kinderfahrradhelm Rookie (Größen S + M), 3 verschiedene Motive – lieferbar im März 2009
ABUS Kinderfahrradhelm Raxtor (Größe M), 2 verschiedene Motive – beide sofort lieferbar
ABUS Kinderfahrradhelm Aduro (Größe M), 5 verschiedene Motive – 2 sofort lieferbar / 3 im Dezember 2008
ABUS Kinderfahrradhelm Arica (Größe M), 4 verschiedene Motive – 2 sofort lieferbar / 2 im Dezember 2008
ABUS Kinderfahrradhelm Chaox (Größe S), 3 verschiedene Motive – lieferbar im März 2009

Verlinkt sind hier nur bestimmte Modellvarianten der ABUS Kinderhelme – zu den gewünschten Motiven und Größen kommt ihr über die Navigation im Shop. Viel Spaß beim Stöbern!


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Kinder brauchen Platz zum FahrradfahrenUnter dem Namen “Fahrraddetektive – Beteiligung von Kindern an der Radwegeplanung” wurde im vergangenen Jahr in der Stadt Saalfeld in Thüringen ein Projekt durchgeführt, welches jetzt für den deutschen Fahrradpreis 2008 nominiert wurde. Wir hoffen, dass dieses Beispiel Schule macht und auch weitere Kommunen aufgeschlossen genug sind, Kinder und auch Jugendliche als Experten ihrer Lebenswelt in verkehrsplanerische Entscheidungen miteinzubeziehen.

Für Kinder ist das Fahrrad die kostenfreie Alternative zum öffentlichen Nahverkehr. Verschiedene Analysen belegen die hohe Mobilität der Kinder und den häufig verdeckten Wunsch nach mehr Bewegung. Sei es der Weg in die Schule, zu Freunden oder zu verschiedenen Freizeitstätten und-angeboten. Mögliche Gefahrenstellen sind aufgrund der unterschiedlichen Perspektive für Erwachsene oft nicht offensichtlich und auffällig. Das Projekt berücksichtigt dabei auch die Tatsache, dass Kinder oft Wege benutzen, die sich von denen der Erwachsenen unterscheiden, aber möglicherweise ins Radwegenetz mit eingebunden werden könnten. Eine Gruppe von Kindern fuhr in den Ferien eine Teilstrecke des Saalfelder Radwegenetz ab und untersuchte sowohl Schwachstellen als auch besonders gut umgesetzte Abschnitte. Diese wurden mit der Fotokamera dokumentiert. Während der Fahrt wurden verschiedene Aktionen (Quiz, Verkehrszählung, Fragebogen usw.) durchgeführt. Anschließend wurden die guten und weniger guten Stellen in Stadtplänen markiert und die Fotos ausgwertet. Daraus entstand eine Präsentation, die den entsprechenden Entscheidungsträgern vorgestellt wurde und in zukünftigen Planungen einbezogen werden soll. An dem Projekt beteiligten sich das Stadtplanungsamt Saalfeld, eine Grundschule, die Polizei und der . Es handelt sich um ein Modellprojekt, welches nun auch in anderen Teilen Saalfelds durchgeführt werden soll.

Wir wünschen den Initiatoren dieses tollen Projekts, dem Jugend- und Stadtteilzentrum der Evangelischen Stiftung Christopherushof und dem zuständigen Stadtplanungsamt weiterhin viel Erfolg und eine vordere Platzierung beim diesjährigen Deutschen Fahrradpreis. Nähere Infos hierzu findet ihr unter www.best-for-bike.de


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