Titelblatt Öko-Test Jahrbuch 2011Es sind im zurückliegenden Jahr zwar weder ein Kinderfahrrad noch ein -Laufrad von der Ökotest-Redaktion geprüft worden, dennoch möchten wir Euch das heute erscheinende Jahrbuch 2011 ans Herz legen. Denn auf über 300 Seiten findet Ihr geballtes Wissen und vernünftige Empfehlungen zu einer ganzen Reihe von Alltagsprodukten für . Ob Schulranzen oder Kinderzahncreme, ob der geeignete Kleber zum Basteln oder das empfehlenswerte -T-Shirt: Im Jahrbuch 2011 vom Öko-Test Verlag findet Ihr Orientierung und Hilfe.

Das Buch findet Ihr im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder Buchladen, es kostet EUR 8,90.
Natürlich könnt Ihr es auch online bestellen im Öko-Test-Shop – hier findet Ihr auch einen Gesamtüberblick über die im Jahrbuch enthaltenen Tests.

Liebe Grüße
Euer Team vom kinderfahrrad_blog


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PAK-Verbot in EuropaEs hat lange gedauert. Immer wieder in den letzten Jahren verunsicherten Warnmeldungen -insbesondere über giftiges Kinderspielzeug- junge Eltern und Verbraucher. Und tatsächlich: Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt und bewiesen, dass die gefährlichen Inhaltsstoffe nicht nur in zahlreichen Alltagsprodukten, sondern auch in Kinderfahrradsitzen, Laufrädern und -noch viel schlimmer- in Beißringen oder Wickelauflagen für Babys vorkommen. Es reicht nicht, nur die Hersteller und ihre zweifelhaften Produktionsverfahren, -bedingungen und -kontrollen an den Pranger zu stellen. Auch wir als Versandhändler von kinderfahrradladen.de und unser Redaktionsteam vom kinderfahrrad_blog tragen Verantwortung – sowohl bei der Sortimentsgestaltung, wie auch bei der Aufklärung interessierter Eltern.

Mit diesem Artikel möchten wir Euch informieren über einen deutschen Gesetzesvorstoß bei der Europäischen Union zum Verbot einzelner . Gerne möchten wir aber auch mit Euch diskutieren: Über Erfolgsaussichten, Scheinheiligkeiten und andere Wege, dem Problem einer gesundheitsgefährdenden Umwelt, insbesondere für unsere , zu begegnen. Denn eines ist klar: Zweifel sind bei dieser Initiative zum PAK-Verbot allemal angesagt und keiner sollte den Tag vor dem Abend loben!

PAK sind weit verbreitet!

Es lässt sich kaum vermeiden. Ganz egal ob in Sandalen oder Gummistiefeln, ob barfuß auf dem -Bodenbelag in der Küche oder das Radiergummi in der Hand bei den täglichen Hausaufgaben: Die gefährlichen Schadstoffe können einem fast überall begegnen und werden dann unbemerkt vom eigenen Körper aufgenommen. In Anbetracht der Vielzahl aller bedenkenswerter Produkte wird der Schutz durch konsequente Vermeidung eines Berührens dieser Alltagsgegenstände zum hoffnungslosen Unterfangen.
Dass aber Kinderspielzeug zu den giftigsten mit PAK verunreinigten Produktgruppen gehört, lässt die Alarmglocken noch lauter tönen, als Sie es eh schon seit Jahren tun. Denn bestimmteVertreter der PAK sind hochgiftig und haben in Kinderhänden rein gar nichts verloren!

Woher kommen PAK?

Die Polyzyklischen Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bilden eine Klasse organischer Substanzen, die üblicherweise in komplexen Gemischen von zum Teil mehreren hundert chemischen Verbindungen einergleicher Grundstruktur (Kongeneren) vorliegen. Sie entstehen bei der (unvollständigen) Verbrennung organischer Materialien. PAK sind Bestandteil fossiler Brennstoffe – wie z.B. von Kohle oder Mineralöl – und werden über Fahrzeug- und Industrieabgase an die Umwelt abgegeben. Auch durch das Rauchen von Tabak oder durch den Genuss von gegrillten Nahrungsmitteln setzen wir uns der Gefährdung durch PAK aus.  
Wir finden PAK aber auch in einer Vielzahl von verbrauchernahen Erzeugnissen und Produkten, für dessen Verwendung die Kohlenwasserstoffe jedoch nicht absichtlich hergestellt werden. Vielmehr sind Sie ein Folge- bzw. Begleitprodukt, wenn im Rahmen der Herstellung von Gummi oder anderen Elastomeren bestimmte öle oder Ruß eingesetzt werden.

Bestimmte PAK sind krebserzeugend, erbgutverändernd und fortpflanungsgefährdend!

PAK besitzen unterschiedliche für die Gesundheit schädliche Eigenschaften. Derzeit sind laut Anhang VI der Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP-VO) acht einzelne Vertreter dieser Substanzklasse als krebserzeugend eingestuft. Diese Stoffe oder Zubereitungen müssen dann als krebserzeugend gekennzeichnet werden und sind vom Verkauf an die Allgemeinheit ausgeschlossen, wenn bestimmte Konzentrationsgrenzen dieser acht PAK überschritten werden.
Auch entsprechend der im letzten Jahr verabschiedeten Spielzeugrichtlinie (RL 2009/48/EG) dürfen die als krebserzeugend bekannten PAK in Spielzeug vorkommen – bis zu den erlaubten Konzentrationsgrenzen. Doch das Schutzniveau dieser Grenzwerte wurde schon wiederholt von verschiedenen unabhängigen Labors, Instituten und Behörden als unzureichend kritisiert. So gibt es zahlreiche Untersuchungen des Verbrauchermagazins Öko-Test oder auch vom Bundesinstitut für Risikobewertung, die regelmäßig hohe PAK-Konzentrationen in Verbraucher- und Kinderprodukten nachgewiesen haben. Bisher ist auf -Ebene der PAK-Gehalt in solchen Endverbraucherprodukten nicht beschränkt (außer in Weichmacherölen für die Reifenherstellung)!

Wer ist jetzt initiativ geworden und wie geht es weiter?

Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt und des Bundesministeriums für Verbraucherschutz hatte sich eine Arbeitsgruppe zusammengesetzt mit Vertretern des Bundesintituts für Risikobewertung (BfR), der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie dem Umweltbundesamt (UBA). Ziel war die Erarbeitung eines Dossiers, welches

1. die relevanten gesundheitsgefährdenden Eigenschaften benennt
2. einen Überblick gibt über chemisch-analytische Ergebnisse von PAK in Verbraucherprodukten
3. eine Einschätzung des Ausmaßes liefert, inwieweit Verbraucher bei Nutzung dieser Produkte ggf. einer PAK-Belastung ausgesetzt sind, und
4. eine quantitative Charakterisierung der gesundheitlichen Risiken vornimmt, die sich aus einer Exposition in der ermittelten Höhe ergeben können.

Das Ergebnis der Untersuchungen und die Empfehlungen des Dossiers sind eindeutig: Es wird eine EU-weite Beschränkung der Verwendung und Vermarktung von PAK-belasteten Produkten vorgeschlagen. Konkret empfehlen die deutschen Bewertungsbehörden, dass der Gehalt der offiziell als krebserzeugend eingestuften acht PAK in Verbraucherprodukten (oder deren Teile) auf max. 0,2 mg/kg zu beschränken bzw. zu verbieten. Der derzeitige Grenzwert laut gültiger Verordnung liegt bei 10 mg/kg, ist also 50 mal höher!

Das Dossier wurde im Juni 2010 der Europäischen Kommission übergeben. Die Kommission hat nun die Möglichkeit ein vereinfachtes Verfahren (gemäß Art. 68 (2) der REACH-VO) einzuleiten, welches eine Beschränkung bzw. ein Verbot der genannten PAK nach sich zieht. Ob und vor allem wann dieser Empfehlung allerdings nachgekommen wird, ist fraglich. Interessant wird auch sein, welche Ausnahmeregelungen dann gelten und mit welchen Übergangsfristen gearbeitet wird …!

Wir bleiben am Ball und freuen uns über Eure Einschätzungen zum Thema … (Info-Links findet ihr nachfolgend!)

Euer Team vom kinderfahrrad_blog

http://presse.oekotest.de/presse/PM-PAK.pdf
http://presse.oekotest.de/presse/PAK-22-07-2010.pdf

http://www.bfr.bund.de/cm/216/krebserzeugende_polyzyklische_aromatische_kohlenwasserstoffe_pak_in_verbraucherprodukten_sollen_eu_weit_reguliert_werden.pdf


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Auf das Fahrrad umsteigenEs gibt nicht viele Gründe, die einen eingefleischten Autofahrer dazu bewegen, seinen liebsten Begleiter zu wechseln und auf’s Fahrrad umzusteigen. Die Befragungen und Statistiken der letzten Monate zeigen allerdings: Der hohe Spritpreis ist ein solcher Beweggrund. Genau diesen Umstand hat auch der Verbund selbstverwalteter Fahrradbetriebe e.V. () erkannt und mit einer sehr gelungen Plakataktion das Thema aufgegriffen.

Auf den Punkt gebracht wird die Idee der Kampagne mit dem Plakat, auf dem ein Radfahrer dynamisch und flott an einer Tankstelle vorbei fährt. Den Anstoß zur Aktion gab Stefan Fürst, Marketing-Mann des VSF: “Es gibt immer noch viele Menschen, die kurze Wege aus lauter Gewohnheit mit dem Auto zurücklegen. Durch die Plakate in Verbindung mit den anhaltend hohen Treibstoffpreisen wird der ein oder andere nun hoffentlich die preiswerte und umweltbewusste Alternative Fahrrad ausprobieren!”

Die Plakatmotive zeigen unterschiedliche Situationen: Auf dem oben erwähnten Hauptmotiv fährt ein Radfahrer “locker an der
Tankstelle vorbei”. Das Bild symbolisiert: Wer Rad fährt, ist clever und schlägt den hohen Spritpreisen ein Schnippchen.
Zwei weitere Motive zeigen businessmäßig gekleidete RadfahrerInnen auf ihrem Arbeitsweg durch die Stadt bzw. auf der Straße.
Motiv 4 zeigt eine Frau mit Einkaufs-Fahrradtasche im Park. Die Plakate werden deutschlandweit zu sehen sein und können bei der Pressemitteilung des VSF eingesehen und runtergeladen werden. Sie werden von den Mitgliedsbetrieben des VSF e.V. ausgehängt sowie auf den Herbstmessen präsentiert. Gleichzeitig stellt der VSF e.V. die Plakate auch weiteren Interessierten und Verbänden zur Verfügung, damit eine optimale Verbreitung erreicht werden kann.
Dazu VSF-Geschäftsführer Albert Herresthal: “Wir greifen das aktuelle Thema der Spritpreise auf, um für mehr Radverkehr insgesamt zu werben. Durch den Slogan “Tankst du noch…?” wollen wir das auf eine humoristische Weise umsetzen und mit den Bildern zugleich Lust machen aufs Radfahren. Mit den Plakaten wollen wir auch die Aktion “Mit dem Rad zur Arbeit” sowie
Initiativen zur Förderung des Einkaufsverkehres per Rad in den Innenstädten unterstützen”. Vorlagen der einzelnen Plakatmotive könnt ihr anfordern unter:

herresthal@vsf-mail.de
Bei Rückfragen wendet Euch bitte an:
Albert Herresthal, Tel: 0177/ 612 18 70


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hat auf Testbericht reagiert

Nachdem Öko-Test in seiner Mai-Ausgabe auf zum Teil erschreckende Schadstoffwerte in den Lenkergriffen einiger Laufräder gestoßen ist (zum Testbericht), hat kokua bei seinem Like a Bike Mountain bereits gehandelt. Andere sind noch in der Umstellung und haben den Verzicht auf das gesundheitsgefährdende angekündigt.

Beim Holzlaufrad Like a Bike Mountain waren stark erhöhte Werte des besonders problematischen Dibutylzinns (DBT) und darüber hinaus noch stark erhöhte Werte anderer zinnorganischer Verbindungen gefunden worden. Alle untersuchten wiesen zudem schädliche polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe () auf.

Zahlreiche Alternativen zum PVC

Polyvinylchlorid (PVC) ist ein im Alltag leider nachwievor häufig anzutreffendes Material (Fußbodenbeläge, Leitungsisolierungen, Gartenschläuche, Duschvorhänge etc.), welches durch die Zugabe von Weichmachern/Phthalaten erst elastisch wird. Zahlreiche dieser Phthalate gelten als stark gesundheitsschädigend (Leber, Niere, Fortpflanzungsorgane) und stehen im Verdacht Krebs auszulösen.

Das der Einsatz dieser bzw. der Import damit ausgerüsteter Produkte nicht rigoros gesetzlich unterbunden wird, ist aus unserer Sicht ein Skandal. Der Lobby sei Dank.
Doch auch die Hersteller -insbesondere Hersteller von Kinderwaren- stehen in der Verantwortung. Spätestens seit den 80er Jahren sind die schlimmen Eigenschaften von PVC und Weichmachern bekannt. Ebenfalls seit dieser Zeit sind aber auch die Alternativen bekannt, die Polyethylene (PE), welche nicht nur in der Gebrauchstauglichkeit, sondern auch im Preis den Vinylchloriden seit Jahren um nichts nachstehen.

Verantwortung, Prävention und Sorgfalt bitte!

Insofern ist es auch nicht akzeptabel, wenn kokua in seiner Stellungnahme / Pressemitteilung schreibt, daß es “mittlerweile” Alternativen zum PVC gibt. Die gibt es nämlich schon länger als kokua als Unternehmen überhaupt existiert. Eine bedachte und sorgfältige Materialauswahl bei der Entwicklung der Like a Bike Laufräder hätte somit verhindert, dass viele diesen Schadstoffen überhaupt ausgesetzt gewesen wären. Zu dieser Nachlässigkeit sollte kokua aus unserer Sicht ohne Umschweife stehen, um in der Zukunft glaubwürdig ähnliches zu vermeiden.

Ergebnisse zählen: Unternehmen stellen ihre Produktion um

Wichtig ist jedoch, dass kokua reagiert hat – und das unmittelbar! Die Lenkergriffe bestehen mittlerweile aus thermoplastischen Elastomeren (TPE) und sind an den eingeprägten “Nilpferden” im Material zu erkennen. Achten Sie beim Kauf bitte auf dieses Zeichen!

Bleibt zu hoffen, dass auch die anderen Hersteller nun schnell reagieren und ihre Fertigung konsequent nach umwelt- und gesundheitsfreundlichen Kriterien ausrichten. Nicht, um im nächsten Test besser dazustehen, sondern weil sie begriffen haben, daß eine umweltverträgliche Produktion heutzutage immer mehr zur Existenzfrage für alle Beteiligten wird. Hoffen wir das Beste.


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