Kinder-Laufrad-TestEs wäre unfair, nicht auch die Hersteller nach der Veröffentlichung der Testergebnisse über Kinderlaufräder zu Wort kommen zu lassen. Wir erinnern uns: Die Stiftung Warentest bemängelt in ihrem aktuellen Test-Magazin 07/2008 vor allem hohe Schadstoffkonzentrationen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, kurz genannt. Betroffen seien , Sitzpolster und Reifen fast aller Kinderlaufrad-Hersteller, so auch bei den Herstellern, mit denen wir zusammenarbeiten und denen unser Vertrauen gehört: , (Coertech GmbH bzw. Lothar Laflör GmbH) und .

Puky hat am schnellsten und auch am entschiedensten reagiert. Noch am selben Tag der Veröffentlichung hat Puky in einer Kurz-Stellungnahme auf die Testergebnisse reagiert und sein Unverständnis zum Ausdruck gebracht. Zwei Tage später, am 30.06.2008 folgte dann die offizielle und ausführliche Stellungnahme von Puky, angereichert mit eigenen Ergebnissen und Zertifikaten. „Sensationsjournalismus und Irreführung der Verbraucher, so lauten die ersten Worte von Puky in dieser Reaktion …, doch bitte lest selbst. Wir jedenfalls vom kinderfahrrad_blog können die Kritik von Puky in weiten Teilen nachvollziehen und möchten an dieser Stelle auch noch einmal darauf hinweisen, dass bei Puky lediglich PAK in den Reifen bemängelt wurden. Eine Stellungnahme des Herstellers Schwalbe ist noch nicht erfolgt, aber angekündigt.

Der Hersteller der Firstbike-Laufräder, die Lothar Laflör GmbH, hat ebenfalls reagiert. In ihrer Stellungnahme auf der Website unter firstbike.de wird die Verunreinigung der Lenkergriffe zugegeben, wenngleich auch mit Einschränkungen, da eigens in 2007 und 2008 in Auftrag gegebene Prüfzertifikate die Unbedenklichkeit bescheinigen… . Nichtsdestotrotz: Der werksseitige Austausch der Lenkergriffe ist bereits vollzogen, die Prüflabor-Bestätigung der Unbedenklichkeit der neu verbauten Lenkergriffe lässt allerdings noch auf sich warten. Der Austausch der Lenkergriffe bei den bereits ausgelieferten Firstbike-Modellen verlief schnell und unkompliziert.

kokua ist mit zwei Quasi-Testsiegern (dem LikeaBike Mountain und dem LikeaBike Jumper) aus dem Kinderlaufrad-Test hervorgegangen. Dennoch wurden auch hier PAK in den Reifen und bei dem Jumper auch Schadstoffe im Sitzbezug festgestellt. So werden zwar die positiven Ergebnisse auf der Startseite unter kokua.de stolz präsentiert, der Hinweis auf die Mängel bzw. die eingeleiteten Maßnahmen fehlen aber leider (noch) in Gänze! Das wünschen wir und viele kokua-Kunden sich sicherlich anders. Also, bezieht doch bitte mal Stellung!

D as Team von
kinderfahrradladen.de und vom
kinderfahrrad_blog


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Laufradtest Stiftung WarentestDie Stiftung Warentest hat heute die Ergebnisse ihres Kinderlaufräder-Tests veröffentlicht. Unter dem Titel “Griff ins Gift” hat das renommierte Prüfinstitut zum Teil gravierende Schadstoffbelastungen in Lenkergriffen, Sitzbezügen und Reifen festgestellt. 11 der getesteten 15 Modelle erhielten die Gesamtnote mangelhaft. Die Ergebnisse erscheinen in der morgigen Juli-Ausgabe des Magazins der Stiftung Warentest und sind im Zeitschriftenhandel erhältlich.

hat in einer kurzen Stellungnahme auf die Testergebnisse bereits reagiert und eigene Untersuchungen und toxikologische Bewertungen präsentiert. Eine ausführliche Stellungnahme soll in den nächsten Tagen folgen. und Coertech () haben auf ihren Internet-Seiten noch keine Reaktion gezeigt.

Wir sind betroffen über die Testergebnisse und werden bei den Herstellern Aufklärung einfordern. Allen unseren Kunden möchten wir eine unkomplizierte Nachbesserung anbieten und hoffen, dass wir mit den Herstellern eine einvernehmliche und kundenfreundliche Lösung finden. Es darf nicht sein, dass die Kinder Opfer einer geschäftsmäßigen und organisierten Achtlosigkeit werden.

Seit vielen Jahren gibt es unbedenkliche Alternativen zu den eingesetzten schädlichen Chemikalien, die noch dazu nicht zum ersten Mal moniert wurden (u.a. Stiftung Warentest 2005, Öko-Test 2007). Wir hoffen, dass die aktuellen Testergebnisse nun endlich dafür sorgen, dass diese Schadstoffe für immer verbannt werden, mindestens jedoch aus Spielzeugen und Kinderfahrzeugen.

Wir werden weiter zum Thema berichten.


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Test Laufräder für KinderStützräder am Kinderfahrrad werden immer seltener. Gut so. Schließlich trainieren Laufräder das Gleichgewicht und die Koordination bei den Kindern nahezu ideal. Damit sind bereits zwei- bis dreijährige Kinder durch die Kinderlaufräder gut auf das spätere Radfahren vorbereitet. Bleibt zu hoffen, dass der bevorstehende Laufradtest der Stiftung Warentest (Veröffentlichung online am 26.06.08, im Zeitschriftenhandel in der Juli-Ausgabe 07/2008 ab dem 27.06.08 erhältlich) gute und erfreuliche Ergebnisse mit sich bringt. Ungern erinnern wir uns an die zahlreichen Tests (Stiftung Warentest 2005, Öko-Test 2007, “markt” im WDR 2007), die u.a. bedenklich hohe Konzentrationen von Weichmachern und/oder in den Lenkergriffen der Laufräder offenlegten.

Wir hoffen, die Hersteller haben gelernt und auch die Importeure lassen in Zukunft ihre Finger von solch gefährlichem Sondermüll. Natürlich werden wir an dieser Stelle umgehend über die Testergebnisse berichten.


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Wieder Schwere Mängel festgestellt

So ideal Anhänge-Fahrräder für Kinder auf den ersten Blick auch erscheinen – so ganz ohne Risiko scheinen nur wenige (und bestimmt nicht die Massenmarkt-Billig-Modelle) betrieben werden zu können.
Nachdem Tchibo bereits im letzten Jahr für ein damals vertriebenes Anhängerfahrrad schwere Schläge einstecken musste (Kupplungsbruch), steht der Konzern mit dem gleichen Produkt nun wieder in der Kritik. Kein Wunder. Hatte das damalig mangelhafte Modell noch EUR 99,- gekostet, so bietet Tchibo das aktuelle Modell für EUR 79,90 (!) an. Sicherheit hat aber -zumindest aus unserer Sicht- einen anderen Preis. Lesen Sie nachfolgend den Original-Text der Stiftung Warentest.

Dreimal Rahmenbruch

Tatsächlich liefert Tchibo das Anhängefahrrad diesmal mit einem Kupplungsstück aus Stahl statt Aluminium aus. Das hält. Allerdings muss die Kupplung auch kaum zeigen, was sie kann. Grund: Im Prüfstand geht bei allen drei test-Rädern der Rahmen kaputt. Bei einem Exemplar knickt das Rohr ein, beim zweiten bricht der Flansch für den Lenker ab und beim dritten schließlich reißt das Rohr. Beim ersten test-Rad wäre wahrscheinlich nichts weiter passiert. Bei einem Riss des Rahmenrohres wie am dritten Rad wäre ein Kind im Fahrbetrieb mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gestürzt und hätte sich – hoffentlich nicht allzu schwer – verletzt. Ob der Bruch des Lenkerflanschs gefährlich geworden wäre, lässt sich kaum abschätzen. Er trat nicht schlagartig auf.

Riss mit Sturzrisiko

Tatsächlich liefert Tchibo das Anhängefahrrad diesmal mit einem Kupplungsstück aus Stahl statt Aluminium aus. Das hält. Allerdings muss die Kupplung auch kaum zeigen, was sie kann. Grund: Im Prüfstand geht bei allen drei test-Rädern der Rahmen kaputt. Bei einem Exemplar knickt das Rohr ein, beim zweiten bricht der Flansch für den Lenker ab und beim dritten schließlich reißt das Rohr. Beim ersten test-Rad wäre wahrscheinlich nichts weiter passiert. Bei einem Riss des Rahmenrohres wie am dritten Rad wäre ein Kind im Fahrbetrieb mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gestürzt und hätte sich – hoffentlich nicht allzu schwer – verletzt. Ob der Bruch des Lenkerflanschs gefährlich geworden wäre, lässt sich kaum abschätzen. Er trat nicht schlagartig auf.

Belastung wie im Alltagsbetrieb

Der Prüfstand simuliert die Belastungen im normalen Fahrbetrieb. Die Kupplung des Anhängerads wird eingespannt, der Sattel mit 25 Kilogramm und der Lenker mit 20 Kilogramm belastet und das Hinterrad auf eine Rolle gesetzt. Sie ist angetrieben und simuliert die Fahrt über für normalen Fahrbetrieb in der Stadt typischen Untergrund. Weit kommt keins der Anhänge-Fahrräder aus dem Tchibo-Angebot. Das test-Soll entspricht ungefähr 3 000 Kilometern Fahrbetrieb im Alltag. Doch keins der Anhängefahrräder schafft diese Distanz auch nur annähernd: Eins ist bereits nach umgerechnet nicht mal 250 Kilometern hinüber. Das „ausdauernste“ der drei test-Räder schafft auch nur knapp 1 000 Kilometer. Schwachstelle ist der Rahmen. Er bricht oder reißt allerdings an jeweils unterschiedlichen Stellen.

Tchibo gibt sich überzeugt

Tchibo hat Ende April auf die Schnelltest-Ergebnisse reagiert, hält die Anhänge-Fahrräder aber nach wie vor für sicher. Sie seien vom Tüv Saarland aufwendig geprüft und für sicher befunden worden, teilte das Unternehmen mit. Dennoch werde der Verkauf jetzt zunächst gestoppt und will das Unternehmen weitere Prüfungen in Auftrag geben. Alle Käufer erhalten ein Schreiben, das sie über die Schnelltest-Ergebnisse der STIFTUNG WARENTEST informiert und andererseits auf die Prüfungen des Tüv Saarland und das „Geprüfte Sicherheit“-Attest verweist. Auf Wunsch nimmt Tchibo das Anhänge-Fahrrad zurück und erstattet den Kaufpreis.

Abschließender Kommentar der Stiftung Warentest

Tchibo hat sein Anhänge-Fahrrad für Kinder nachgebessert, aber bei weitem nicht genug. Die Kupplung hält zwar diesmal, doch das nützt gar nichts. Der Rahmen hält nicht. Bei allen drei test-Rädern war das Stahlrohr – trotz „Geprüfte Sicherheit“-Aufkleber – nach kurzer Zeit im Rollenprüfstand kaputt. Einer der Defekte hätte in voller Fahrt wahrscheinlich zu einem schweren und gefährlichen Sturz geführt. Wer eins der Tchibo-Anhänge-Räder gekauft hat, sollte es sicherheitshalber nicht benutzen. Bei Online-Bestellungen gilt stets ein zweiwöchiges Widerrufsrecht. Auch nach Ablauf der Frist haftet Tchibo für einwandfreie Qualität. Mindestens zwei Jahre lang gilt die gesetzliche Gewährleistung. Kommt es wegen eines Produktfehlers zu Verletzungen, hat der Hersteller nach dem Produkthaftungsgesetz vollen Schadenersatz und ein angemessenes Schmerzensgeld zu zahlen.

Quelle: Stiftung Warentest, April 2007


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