Fahrradhelme für KinderWer gerade auf der Suche nach einem geeigneten für sein Kind ist, der sollte sich den Testbericht über -Fahrradhelme im aktuellen Öko-Test-Magazin März (03/2010) genauer ansehen. 10 Kinderhelme sind von den Prüfern und der Redaktion genau untersucht worden, darunter auch zwei Modelle, die ihr hier bei uns im Kinderfahrradladen bekommen könnt: Den KED Kinderfahrradhelm Meggy | Prinzessin Lillifee | Größe M und den ABUS Helm Chilly Funny Flower | Größe M.

Wir freuen uns, Euch mitteilen zu können, dass beide Kinderhelme gut bzw. sehr gut abgeschnitten haben! Der KED-Helm hat in Praxisprüfung (70% Gewichtung) und Schadstoffprüfung (30% Gewichtung) jeweils ein “sehr gut” erreicht und erhielt damit auch im Gesamturteil die Bestnote. Unter den drei Testsiegern ist er zudem der günstigste Kinderfahrradhelm.

Mit dem Gesamturteil “Gut” wurde der ABUS-Kinderhelm getestet. Während auch er bei der Praxisprüfung die glatte Bestnote 1,0 erhielt, konnte sich der ABUS Chilly bei der Schadstoffprüfung nicht mit Ruhm bekleckern. So wurden im Helm Bestandteile von PVC/PVDC/chlorierten Kohlenwasserstoffen nachgewiesen und auch die gesetzlich reglementierten Phthalat-Werte waren erhöht. Nur ein “ausreichend” bei dem Schadstofftest war die Folge.
Dieses Ergebnis ist nicht nur enttäuschend, es macht auch ärgerlich. Vielfach wurden in den letzten Jahren insbesondere Spielzeuge und andere Kinderartikel auf toxische Verbindungen untersucht. Und fast immer waren die Ergebnisse besorgniserregend und alarmierend. Warum diese Alarmglocken allerdings bei vielen Herstellern -und so anscheinend auch bei ABUS- nicht wahr- oder ernstgenommen werden, ist verantwortungslos. Es gibt produktionstechnische Alternativen, das sollten die Produktentwickler in den Unternehmen mittlerweile nicht nur gelernt haben, sie sollten diese Methoden auch endlich durchsetzen!

Wir werden diesbezüglich am Ball bleiben, ABUS um Stellungnahme bitten und an dieser Stelle wieder darüber berichten!

Wer mehr über den Kinderfahrradhelm-Test erfahren möchte, kann den redaktionellen Bericht direkt bei Öko-Test nachlesen:
Ökotest Kinderfahrradhelme – Testbericht (ohne konkrete Testergebnisse)

Dort könnt ihr den gesamten Artikel auch downloaden (mit Testergebnissen) zum Preis von 2,- EUR .
Oder ihr kauft Euch gleich das gesamte Öko-Test-Heft zum Preis von 3,80 EUR am nächsten Kiosk.

Viel Spaß beim Lesen und haltet die Augen auf,
Euer Team vom _blog

Quellnachweis Foto oben: Ökotest-Verlag GmbH


Suchbegriffe für diesen Beitrag: | | | |

Vorsicht: Schadstoffe!Es sollte alles besser werden. Nachdem im vergangenen Jahr jedes vierte Produkt auf der Nürnberger Spielwarenmesse mit zum Teil hochgefährlichen Schadstoffbelastungen oder Mängeln beanstandet worden war, soll nun ein Kongress während der diesjährigen Spielzeugmesse (04. – 09. Februar) für Besserung sorgen. Erstmals diskutieren europäische, amerikanische und chinesische Spielzeugexperten über Spielzeugsicherheit und darüber, wie Giftstoffe zukünftig verbannt werden können.

Doch haben diese Bemühungen tatsächlich Aussicht auf Erfolg? Eher nicht. Viel zu groß sind die wirtschaftlichen Interessen der Spielzeugindustrie. So wird zwar an einer Harmonisierung der Sicherheitsvorschriften gearbeitet, damit unterschiedliche Richtlinien nicht zur Handelsbarriere werden – aber erfahrungsgemäß geht es dabei weniger um die und den Schutz unserer , als um die Mehrung des Profits.

Was bleibt also? Es bleibt gefährlich für unsere Kinder, keine Frage. Nur kritischen Verbraucher und wachsamen Eltern kann es gelingen, den Spielzeugschrott einzudämmen. Auf Politik und Gesetzgebung können wir uns nicht wirklich verlassen, viel zu lasch ist z.B. die neue EU-Richtlinie, die unser Spielzeug ab Juli dieses Jahres sicherer machen soll. Wir müssen den giftigen Ramsch in den Regalen verstauben lassen – konsequent und durchgängig. Das gilt auch für billige Kinderfahrzeuge und Kinderfahrräder in Discounter & Co.. Und wir müssen die Händler auffordern, nach Möglichkeit langlebige, regionale und kontrolliert produzierte Ware anzubieten. Nur dann wird sich was ändern – fangen wir endlich an!

In der aktuellen Ausgabe Öko-Test 02/2010, die nun im Handel erhältlich ist, wird das Thema eingehend beleuchtet. Zudem hat die Redaktion erneut 20 Spielzeugprodukte gestestet, mal wieder mit teilweise erschreckenden Ergebnissen! Wenn ihr mögt, könnt ihr den Artikel hier lesen:
Öko-Test Februar 2010: 20 Billigspielwaren

Wir wünschen euch auch weiterhin ein kritisches Auge und euren Kindern ein unbeschwertes Spielen!

Das Team vom _blog


Suchbegriffe für diesen Beitrag: | | | | |

Öko-Test KinderfahrräderDas darf doch nicht wahr sein: In der aktuellen Mai-Ausgabe von Öko-Test wurden Kinderspielfahrräder (12 – 18 Zoll) auf Herz und Nieren geprüft … und wieder wurden fast durchgängig eklatante Schwächen und niederschmetternde Testergebnisse festgestellt. Wir haben vorläufig zwei von uns angebotene -Modelle aus dem Shop genommen und drängen bei den Herstellern auf schlüssige Stellungnahmen, zügiges Handeln und vermeintliches Nachbessern.

Welche Kinderfahrräder wurden getestet?

Der Öko-Test-Verlag hat 9 unterschiedliche Spielfahrräder getestet, in den Größen 1 mal 12 Zoll, 7 mal 16 Zoll und 1 mal 18 Zoll. Nahezu alle bekannten waren bei der Untersuchung mit ihren Modellen bzw. Marken vertreten: , Hercules, ZEG (Pegasus), Specialized, Ferbedo, Giant, Otto (Mini Viper), Böttcher und Bico Plus (Falter). Veröffentlicht wurden die Testergebnisse jedoch nur für 8 Kinderfahrrad-Modelle, das Falter Kinderrad 16 Zoll wurde wegen eines schwebenden Gerichtsverfahrens -der prozessiert gegen Öko-Test wegen Uneinigkeit  über die Prüfmethoden- noch nicht detailliert besprochen und auch nicht abschließend bewertet.

Erschreckende Testergebnisse

Doch auch mit dieser Einschränkung ist die Tendenz eindeutig: Bis auf das 18 Zoll Modell von Puky, das Puky ZL 18 Alu (Note: sehr gut im Praxistest), wiesen die anderen Kinderräder z.T. gravierende Mängel und sicherheitsrelevante Schwächen in der Praxisprüfung auf. Kein anderes Kinderspielfahrrad kam über ein befriedigend hinaus, 3 Modelle wurden hier mit mangelhaft bewertet, 1 Fahrrad gar mit ungenügend.
Ähnlich besorgniserregend und alarmierend waren die Ergebnisse bei der Schadstoffprüfung von Öko-Test: Kein einziges Kinderfahrrad war frei von Weichmachern. In einer Mischprobe aus Lenkergriff, Sattel und Aufprallschutz (Verhältnis 2:1:1) wurden bei 8 der 9 Kinderräder Anteile von über 0,1% der Phthalat- DEHP oder DINP festgestellt. Da Spielfahrräder -anders z.B. als Kinderlaufräder- jedoch nicht als Spielzeug oder Babyartikel gelten, ist dieser Grenzwert gesetzlich nicht bindend. Phthalate wirken sich negativ auf das Hormonsystem aus und können Leber und Nieren schädigen.
Auch die Werte für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe () sind in allen Modellen stark erhöht und auch PVC/PVDC bzw. chlorierte Kunststoffe wurden in allen Kinderfahrrädern verbaut.

Fazit / Wie geht es weiter?

Auch wenn in den kommenden Tagen die Prüfmethodik seitens der Hersteller sicherlich scharf angegangen wird: Die Ergebnisse von Öko-Test sind und bleiben vernichtend. Aus unserer Sicht sollte sich jeder Kinderfahrrad-Hersteller ernsthaft fragen, ob der Verkauf seiner Spielfahrradserie moralisch überhaupt noch zu vertreten ist. Wenn die der nicht gewährleistet werden kann und beispielsweise schon das kurze Mitfahren eines Kumpels mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Bruch des Gepäckträgers führt, ist dieses nicht hinnehmbar. Der Verweis  von Herstellern, dass der Transport von solchen Gewichten eben nicht passieren darf, hilft nicht weiter und entbehrt jeder Bereitschaft sich mit verantwortungsvoller Praxis- und Alltagstauglichkeit seiner Kinderräder auseinander zu setzen. Hier muss -vor allem auch durch die Händler- eindringlich an die Hersteller apelliert werden und es müssen gegebenenfalls Kinderfahrräder aus dem Sortimentgenommen werden. Wir haben das gemacht: Bis auf weiteres wird es das 16 Zoll und auch das 18 Zoll von Böttcher nicht mehr bei uns geben. Wir erwarten eine Stellungnahme von Böttcher in den nächsten Tagen.

Auch zu den Ergebnissen der Schadstoffprüfung wollen wir uns von kinderfahrradladen.de noch einmal eindeutig positionieren: Vor dem Hintergrund, dass es zu all den toxischen bzw. hochkritischen Stoffen/Bestandteilen technische bzw. chemische Alternativen gibt, ist das Testergebnis  einmal mehr ein Armutszeugnis für die Hersteller. Es kann doch allen Ernstes nicht so schwierig sein, bei einem so vergleichsweise günstigen Bauteil, wie es ein nun mal ist, dafür Sorge zu tragen, dass keine gesundheitliche Gefährdung für die Kinder entsteht! Selbst wenn die Kosten für Produktion bzw. Hinzukauf sich verdoppeln würden (was zu bezweifeln wäre!), so kenne ich keinen Endverbraucher, der aus diesen Gründen nicht auch bereit wäre, 2,- EUR mehr für ein schadstofffreies Kinderfahrrad hinzulegen. Ganz zu schweigen von den Möglichkeiten, sich mit dieser sauberen Variante am Markt und bei der hochsensiblen Zielgruppe der jungen Eltern zu präsentieren … (Wir würden das werbetechnisch voll unterstützen!)! Also, an alle Hersteller: Bitte noch einmal nachdenken, nachsitzen und Verantwortung zeigen.

Wie ist Eure Meinung?

Schreibt doch mal Eure Einschätzungen, Gefühle und Erfahrungen hier auf und kommentiert fleißig. Unsere gute Suchmaschinenplatzierung könnte sicherlich dazu beitragen, dass der Druck bei diesem Thema bei so manchem Hersteller deutlich wächst …!
Wir bleiben diesbezüglich am Ball und melden uns die Tage wieder mit hoffentlich erfreulicheren Meldungen und Reaktionen.

Liebe Grüße und sonnige Tage
Euer Team von kinderfahrrad_blog


Suchbegriffe für diesen Beitrag: | | | | | | | | |

oeko-test-magazin-logoBevor die Kleinen auf dem eigenen Platz nehmen können, ist der Kinderfahrradsitz, insbesondere auf kurzen Distanzen und in der Stadt, ein praktisches Hilfsmittel im Straßenverkehr. Damit keine bösen Überraschungen passieren, hat Öko-Test 14 getestet und die Ergebnisse in der aktuellen April-Ausgabe seines Magazins veröffentlicht: Mit zum Teil haarsträubenden Ergebnissen …!

Römer Jockey Comfort und Relax ganz vorn

Das beste jedoch gleich vorneweg: Die beiden Römer Modelle 2008, der Jockey Comfort und der Jockey Relax schneiden in dem aktuellen Test am besten und ohne Fehl und Tadel ab. Das freut uns natürlich, denn die Römer Modelle sind nach wie vor die einzigen, die wir bei uns im Shop vetreiben. Und er bestätigt, dass das Bauchgefühl nicht der schlechteste Ratgeber ist, auch wenn es um Produktauswahl und Sortimentsgestaltung geht (irgendwie haben uns alternative Kinderfahrradsitze eben noch nie richig überzeugt …).

Schwere Mängel bei zwei Modellen

Zwei der 14 getesteten Kindersitze zeigten bei dem Produkttest so gravierende Sicherheitsmängel, dass Öko-Test umgehend die Überwachungsbehörden informierte. Die genauen Untersuchungsergebnisse von 14 Kinderfahrradsitzen stehen in der aktuellen April-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins. Das Heft ist bundesweit am 31. März 2008 erschienen und kostet 3,50 Euro.

Nach langem Behörden-Hick-Hack wurde zumindest einer Firma der Vertrieb des gefährlichen Sitzadapters vorerst verboten. Die für den anderen Sitz zuständige Bezirksregierung Köln hingegen hatte es bis Redaktionsschluss nicht geschafft, Maßnahmengegen den des zweiten zu ergreifen – und dies, obwohl der Sitz nach Einschätzung von Experten lebensgefährliche Mängel aufweist.

Damit aber noch nicht genug: Der Sitz enthielt auch noch verbotene aromatische Amine und ist daher nach Einschätzung des von ÖKO-TEST beauftragten Prüflabors schon wegen des Schadstoffgehaltes nicht verkehrsfähig. Nur zwei Sitze waren rundum in Ordnung, zwei weitere hatten nur kleinere Mängel.


Suchbegriffe für diesen Beitrag: | | |

« Vorherige SeiteNächste Seite »